Ein neuer Anfang

Hallo ihr lieben,

ich habe mal wieder lange nichts von mir hören lassen und entschuldige mich erst einmal dafür :P.

Seit neuestem arbeite ich ja an meinem zweiten Projekt, dem Psycho-Thriller. Mein erster Thriller „Tanz um dein Leben“, macht gerade in verschiedenen Verlagen die Runde. Bis ich dann endlich mein Exposé geschrieben habe, lagen die Nerven auch allmählich blank. Das war der Teil, der mir nämlich nicht allzu viel Spaß gemacht hat :D. Die trockene und fade Erzählung, was denn nun eigentlich in dem Buch passiert, ist mit bei weitem nicht leicht gefallen und hoffe, dass ich irgendwann mal den Dreh, wie man denn so ein Exposé richtig schreibt, raus bekomme :P.

Nun komme ich zum eigentlichen Thema:

Wie schon erwähnt schreibe ich ja jetzt einen Psycho-Thriller und merke schon bei den ersten Seiten, dass das eine echte Herausforderung für mich ist. Dieses Mal hatte ich nicht die komplette Geschichte im Kopf und kämpfe mich so von Kapitel zu Kapitel. Zum Anfang habe ich jetzt einmal eine relativ lange Leseprobe. Es handelt sich hierbei um meinen Prolog und hoffe, dass er euch gefällt und Lust auf mehr macht. Kritik und Anregungen nehme ich wie immer gerne entgegen und wünsche euch nun viel Spaß beim Lesen 🙂

Prolog

Der lange Gang wurde von flackernden Lichtern begleitet. Diese ewig langen Lichter, die sich auf dem Fußboden widerspiegelten und einem den Weg in die gewünschte Richtung wiesen. Sie waren den Weg schon so oft gegangen. Es war normal. Alltäglich. Sie kannten den Weg blind und hätten ihn mit verbundenen Augen entlang gehen können.

Aber an diesem Morgen war der Weg für die kleine Anna anders. Er war hektisch. Nicht so normal, wie sonst. Heute war er definitiv anders und Anna spürte das. Auch wenn sie erst sechs Jahre alt war, merkte sie, dass ihre Mommy und ihr Daddy anders waren. Dieses Mal fuchtelte ihre Mutter ihr nicht wie wild an Annas Kleid herum und richtete auch nicht ihre wuscheligen Haare, die sie doch heute Morgen so schön geglättet hatte. Dieses Mal zog ihre Mommy sie an der Hand hinter sich her und hatte rote Augen, die Anna verrieten, dass etwas passiert sein musste. Ihr Daddy hatte die ganze Fahrt über nicht gesprochen, obwohl er doch sonst alle entgegenkommenden Autos kommentierte, die seiner Meinung nach falsch fuhren. Ab da, dachte Anna, stimmt irgendetwas nicht.

Hatte sie was Falsches getan? Hatten ihre Eltern etwa heraus gefunden, dass sie gestern heimlich unter der Bettdecke noch ihr Lieblings Buch gelesen hatte, obwohl sie doch längst schlafen sollte? Aber sie konnte nicht schlafen und deswegen griff sie zu ihrem Buch mit dem Häschen und zu ihrer Taschenlampe, die sich als Krokodil tarnte. Aber sie hatte sich doch so gut versteckt und so leise verhalten, dass ihre Eltern es niemals gemerkt hätten, wenn Anna noch heimlich gelesen hatte. Ja zugegeben, sie hatte auch noch einen Keks gegessen, obwohl sie sich schon die Zähne geputzt hatte. Aber das würde sie nie wieder machen, versprach sie sich im Kopf.

Und jetzt in dem großen Gebäude, indem sie so oft ihren großen Bruder besuchte, war nichts wie sonst. Ihre Mommy erzählte ihr immer, dass ihr Bruder Davis nicht gesund war und deshalb eine ganze Weile in diesem Gebäude wohnen müsste.

Sie eilten zu seinem Zimmer, doch blieben sie vor der Tür stehen. Alles ging so schnell. Ärzte und Schwestern rannten an ihr vorbei, sodass Anna sich an ihre Mama presste. Die ganze Hektik machte ihr Angst. Ihre Mutter Elisabeth, sprach aufgewühlt mit einem der Ärzte und ihr Vater Robert gestikulierte wild mit seinen Armen hin und her.

Anna zog ihrer Mama an der Jacke.

„Mommy? Gehen wir jetzt Davis besuchen?“. Elisabeth beugte sich zu ihr runter und strich ihr die Haare sanft hinter die Ohren. Sie hatte ein nasses Gesicht und war kaum in der Lage zu sprechen und doch brachte sie ein gequältes Lächeln hervor.

„Mommy was ist den los? Warum weinst du?“. Anna musterte ihre Mutter ganz genau.

„Anna Schatz, magst du erstmal mit der netten Schwester hier mitgehen? Ihr könnt zusammen was malen oder draußen spielen, wenn du möchtest. Daddy und ich müssen erstmal alleine zu deinem Bruder und wir holen dich später ja?“. Sie sprach mit einer zitterigen Stimme und hielt Anna fest an den Schultern.

Anna hingegen sah sich die Schwester, die freundlich lächelte genau an und zögerte. Zu gerne hätte sie doch heute Davis von ihrer Theateraufführung der ersten Klasse erzählt und das sie die Hauptrolle hatte. Sie hatte sich den ganzen Morgen überlegt, wie sie ihm davon erzählte und den peinlichen Versprecher geflissentlich weglassen würde. Das müsste Davis nicht wissen, sonst wäre er vielleicht nicht so stolz auf sie.

„Aber danach darf ich zu Davis?“. Ihre Mama nickte kaum merklich und presste die Lippen zusammen.

„Na komm Anna. Gehen wir was malen? Wir haben ganz neue Malbücher, die möchtest du bestimmt gerne sehen“, flötete die Schwester mit leuchtenden Augen und ergriff Annas Hand.

Kurz bevor sie um die Ecke bogen, blickte Anna noch einmal zurück, doch ihre Eltern waren gerade in Davis Zimmer gegangen. Das Einzige, was sie hören konnte, waren ein lauter Schrei von ihrer Mommy.

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3 Gedanken zu “Ein neuer Anfang

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