Mal was Anderes, was ich gerne mal loswerden möchte :)

Seid kurzem gehöre ich ja auf Grund meines Studiums zu den sogenannten Pendlern. Ich komme aus einem kleinen (großen) Dorf, welches meiner Meinung nach schon sehr lebhaft ist und darf jetzt die große weite Welt kennen lernen… Krass !!!
Es beginnt morgens schon am Bahnsteig. Ich, überpünktlich am Bahnhof warte auf den Zug. Mein Blick wandert alle zwei Minuten auf die Uhr, um auch wirklich stets up-to-date zu sein. Und wenn dann noch eine Verspätungsdurchsage ertönt…. ohoh… .
Dann gibt es noch die ganz Gelassenen, die eine Minute vor Abfahrt gerade erst auf den Parkplatz fahren. Da würde ich schon schwitzen… Die Leute steigen locker aus und betreten im letzten Moment den Zug. Alles gut. Wie selbstverständlich. Hut ab!
Anschließend der Hauptbahnhof der Großstadt. Und hier wird das erst richtig ernst: Es war für mich `Landei` völlig irritierend, dass es ,,Straßenspuren“ für die Fußgänger gibt. Und man sich auf Rolltreppen rechts hält, damit links die Läufer überholen können. Nachdem ich entgeistert angestarrt und von den ganz eiligen, mir entgegenkommenden Menschen auf den verschiedensten Arten gerammt wurde… habe auch ich begriffen, dass ich mich besser rechts halten sollte. Während ich dann herzrasend zu meiner U-Bahn Station schleiche und bete, dass ich in diesem Menschenstrom nicht vollkommen untergehe, frage ich mich immer wieder: Wie halten die Menschen diesen roboterartigen Stress Tag für Tag aus? Diese ständigen Blicke auf die Uhr, die ich mir selbst schon angeeignet habe. Dieser riesig große Strom von Menschen, die alle ein Ziel vor Augen haben: Immer als Erster einen Platz zu bekommen. Kann diese Hektik einen Menschen dahin gehend wandeln, sich nicht mehr entschuldigen zu müssen, wenn ich jemanden versehentlich meine Tasche in die Seite ramme? Stumpft man so ab, dass es egal ist einen anderen Menschen unangenehm zu berühren? Und warum leben alle so extrem nach der Zeit? Jeder zu langsame Schritt kann einem Minuten kosten. Entspannung? Keines Wegs. Aber Ehrgeiz und Zielstrebigkeit zeichnet meiner Meinung nach die Menschen aus. Sie wollen um jeden Preis pünktlich an Ort und Stelle sein. Bei ihrem Job. Den sie sicherlich gut machen, denn sie sind schnell und durchsetzungsstark. Ich hoffe für mich, dass ich mit diesem Stress noch umzugehen lerne. Ich kenne diese Art von Massenhektik nicht und finde sie dennoch spannend, weil sie immer Neues für einen offen hält…

Euch noch ne schöne Woche und lasst euch nicht stressen! 😛

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4 Gedanken zu “Mal was Anderes, was ich gerne mal loswerden möchte :)

  1. juliawinnacker schreibt:

    Da hört sich ja schon das Pendeln nach richtigem Stress an…
    Ich leb zwar auch in einer Großstadt (jedenfalls ist es offiziell eine), aber ich hab mir das abgewöhnt mich von den anderen „mitstressen“ zu lassen. Pünktlich auf der Arbeit bzw. in der Uni zu sein ist ja eine Sache, aber dafür mehr Lebenszeit als notwendig ausgeben weil man sich zusätzlich stresst muss nicht sein.

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